• Der Historiker Tvrtko Jakovina kommentierte die These, dass Zagreb am 8. Mai 1945 befreit wurde bzw. ’eine Dunkelheit durch eine andere ersetzt wurde’, und stellte fest, dass diese These Teil des politischen und medialen Mainstreams wird.
  • Jakovina kritisierte die Gleichsetzung des Ustascha- und des kommunistischen Regimes und betonte, dass es eigentlich um Faschismus und Antifaschismus gehe.
  • Mit Bezug auf die Aussage des ehemaligen serbischen Präsidenten Boris Tadić, dass die Tschetnik-Bewegung nicht nazistisch gewesen sei, fragte Jakovina, warum Tschetniks und Ustaschas 1945 gemeinsam über Zagreb abzogen und warum sie sich in Bosnien und Herzegowina nicht bekämpften.
  • Jakovina betonte, dass die Tschetniks mit den Nazis zusammenarbeiteten und auf zwei Seiten spielten, während die Ustaschas völlig von einem deutschen Sieg abhängig waren.
  • Mit Blick auf den Krieg im Iran bewertete Jakovina die Lage der USA als schwieriger als in Vietnam, da sie sich nicht ohne Gesichtsverlust zurückziehen könnten und der Krieg in einer Pattsituation stecke.
  • Er fügte hinzu, dass der Krieg mit Iran jede Bewegung gegen Korruption oder für Menschenrechte im Iran behindere.