• Die politischen Spaltungen in Bengalen, das zwischen Indien und Bangladesch geteilt ist, basieren zunehmend auf religiösen Linien, wobei Politiker auf beiden Seiten der Grenze religiöse Gefühle ausnutzen.
  • In Bangladesch erzielte die islamistische Partei Jamaat-e-Islami bei den Wahlen im Februar mit fast einem Drittel der Stimmen ihr bisher bestes Ergebnis.
  • Im indischen Westbengalen gewann die hindu-nationalistische BJP mit fast 46 % der Stimmen 207 von 294 Sitzen im Landesparlament.
  • Die Anthropologin Rezwana Karim Snigdha warnt vor einer ‘böswilligen’ Verschiebung der Rhetorik, die die gemeinsame bengalische Identität zugunsten der religiösen Identität verdrängt.
  • Historische Teilungen Bengalens, darunter die britische Teilung von 1905 und die dauerhafte Teilung von 1947, prägen die Region bis heute.
  • Bangladesch wurde als säkularer Staat gegründet, aber nach der Ermordung des Gründers Sheikh Mujibur Rahman im Jahr 1975 wurde der Islam zur Staatsreligion.