• Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank und EZB-Ratsmitglied Martin Kocher sagte, die EZB werde um eine Zinserhöhung in nächster Zeit nicht herumkommen, wenn sich die Inflation nicht deutlich verbessert.
  • Kocher erklärte, der Verzicht auf eine Zinserhöhung im April sei vertretbar gewesen, aber die Notenbank dürfe mit einer Straffung der Geldpolitik nicht zu lange warten, falls die durch den Iran-Konflikt getriebenen Energiepreise nicht rasch nachgeben.
  • Er betonte, es sei ’nicht seriös’, sich Wochen vor der nächsten Zinssitzung am 11. Juni festzulegen.
  • Der Krieg im Nahen Osten gefährdet die beginnende Erholung in Europa; entscheidend sei, wie lange der Konflikt andauere.
  • Kocher warnte vor möglichen Zweitrundeneffekten: Sollte der Krieg anhalten und die Energiepreise hoch bleiben, steige das Risiko höherer Lohnabschlüsse und damit zusätzlicher Preisdynamik.